Renato Rill

"Gegen den Strom"

Die Ursprünge des künstlerischen Schaffens liegen bei Renato Rill welcher seit über 10 Jahren im Westend lebt in der Streetart-Szene. In den 90igern gestaltete er Clubs und öffentliche Gebäude als Aufträge mit seinen Comic-ähnlichen Graffitis. Diese Wurzeln merkt man zum Teil auch noch heute bei seinen bildhauerischen Arbeiten. Er selbst sieht seine Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Neuem Konstruktivismus und postmodernen Realismus.

Als Weiterführung der Akkumulationen des Künstler Armans adaptiert Rill bei seinen Objekten moderne Fertigungstechniken im additiven Stil. Wie bereits bei der Pop Art, Alltägliches zum künstlerischen Motiv als Kritik an der Konsumwelt, Wegwerfkultur und Massenproduktion erhoben wurde, verwendet Renato Rill den Kunstgriff der Wiederholung und fertigt aus großen Mengen von ein und denselben Gegenständen Objekte und multimediale Rauminstallationen.

Dabei stellt er Material und Form in einen Kontext und entzieht ihnen ihre ursprüngliche Funktion. Rill reiht diese vielfach aneinandergereiht und verbindet sie spielerisch zu etwas Neuem. Rill verwendet bei seinen Objekten und Installationen ausschließlich neue und ungebrauchte Alltagsartikel die auf ihn als Einzelprodukte eine Faszination ausüben. Ganz entgegen der industriellen Fertigung der Einzelobjekte entstehen ganz bewusst analog und höchst individuell seine Objekte.

Am Kunstwochenende Open Westend zeigt Renato Rill in diesem Jahr in der Kirche St. Rupert wie sich hunderte handelsübliche Fahrradreflektoren zu sehende schillernde Meeresungeheuer verwandeln.

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Kirche St. Rupert

Renato Rill

Bildhauerei, Installationen

Golierplatz 1